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Birdwatch zwischen Jargolizki Kut, Dneprdelta und Askania Nova
Eine ornithologische Reise in die südliche Ukraine
Die südliche Ukraine östlich des Dneprs bietet durch Ihre Vielfalt an Landschaften vielen verschiedenen Vogelarten ein Domizil. Da in dieser Region kaum Menschen leben, wird die Vielfalt und der biologische Kreis der Vögel kaum gestört. Wenn die Zugvögel nach dem Winter zurückkehren, lassen sie sich in Mooren, Steppen und am Schwarzen Meer in ihren angestammten Revieren nieder, heiraten, brüten und ziehen Ihre Nachkommen auf. Ein Eldorado für Vogelfreunde...
Wir veranstalten diese Reise unter der fachlichen Anleitung von Herrn Klemens Steiof aus Berlin, einem Preisträger der Deutschen Ornithologen Gesellschaft (DOG) im Jahr 1987 und erfahrenem Feldornithologen. In der Ukraine werden unsere Reiseteilnehmer jeweils von den Mitarbeitern des Schwarzmeer- biosphärenreservats, des Siwasch- Nationalparks und des Steppen- biosphärenreservats Askania Nova begleitet und unterstützt.
Alle Reisen gehen in die nördliche Schwarzmeerregion, wo sich verschiedene Landschaftstypen treffen. Wir besuchen das Schwarzmeer-Biosphärenreservat und den Siwash. Ausgedehnte Küsten-Feuchtgebiete, Flüsse und Flussmündungen und der Beginn der ausgedehnten Steppenzone führen zu einer großen Biodiversität. Viele der Arten kann man in anderen Ländern kaum noch beobachten.
Wir führen die Reisen in drei verschiedenen Perioden des Jahreszyklus durch, um verschiedene Beobachtungsschwerpunkte zu erfüllen. Die Gebiete sind ornithologisch längst nicht so gut erforscht wie viele Flächen in Mittel-, West- oder Südeuropa. Daher können wir immer davon ausgehen, auch unerwartete Gäste zu entdecken, zumal die Küste des Schwarzen Meeres eine hervorragende Leitlinie für Zugvögel darstellt.
Brutvögel Im Mai treffen wir die Brutvögel und noch späte Durchzügler an. Das Spektrum reicht von südlichen Arten wie Rotflügel-Brachschwalbe (Glareola pratincola), Dünnschnabelmöwe (Larus genei), Blauracke (Coracias garrulous), Kalanderlerche (Melanocorypha calandra) und Purpurreiher (Ardea purpurea) bis zu südöstlichen Arten wie Rosapelikan (Pelecanus onocotalus), Zwergscharbe (Phalacrocorax pygmeus), Fischmöwe (Larus ichthyaetus), Feldrohrsänger (Acrocephalus agricola, Blutspecht (Dendrocopos syriacus), Schwarzstirnwürger (Dendrocopos syriacus), Rosenstar (Sturnus roseus) und Kappenammer (Emberiza melanocephala). Möglich sind darüber hinaus Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus), Adlerbussard (Buteo rufinus), Würgfalke (Falco cherrug) und Nonnensteinschmätzer (Oenanthe pleschanka), neben vielen anderen.
Zugvögel Neben den vielen interessanten Brutvogelarten (siehe oben) beginnt ab Ende August massiv der Vogelzug. Damit kommen zu den Brutvögeln viele Limikolenarten hinzu, und an guten Zugtagen auch Adler und Störche, vielleicht auch Kurzfangsperber. Es ist ein sehr spannender Zeitraum, der uns mit unerwarteten und seltenen Vogelarten überraschen kann.
Wintergäste und frühe Zugvögel Diese Tour fällt in einen Zeitraum, in dem wir die Wintergäste mitbekommen, aber auch noch den Rand der Zugzeit streifen. Highlight sind die Rothalsgänse, die hier eines ihrer wichtigsten Überwinterungsgebiete haben. Zwergscharbe (Phalacrocorax pygmaeus), Seeadler (Haliaeetus albicilla) und Blutspecht (Dendrocopos syriacus) sind ganzjährig anzutreffen, und mit Glück kann man Stein- (Aquila chrysaetos), Kaiser- (Aquila heliaca), Schelladler (Aquila clanga) und Jungfernkranich (Anthropoides virgo) antreffen, auch Großtrappen (Otis tarda). Möglich könnte auch die Beobachtung von Mohren- (Melanocorypha yeltoniensis) und Weißflügellerche (Melanocorypha leucoptera) sein, deren genauer Status nicht bekannt ist.
Der regionale Bewegungsrahmen ist bei allen drei Reisen gleich. In Gola Pristan, wo unsere Reise beginnt, warten die riesigen Schilfgebiete des Dneprdelta auf uns. Dort werden wir neben dem Sichler (Plegadis falcinellus), Purpurreiher (Ardea purpurea) und Rallenreiher (Ardeola ralloides), Zwergscharbe(Phalacrocorax pygmaeus) auch Bartmeisen (Panurus biarmicus) und Rohrdommeln (Botaurus stellaris) antreffen können. Mit ein bisschen Glück könnte uns auch die Beobachtung eines Purpurhuhns (Porphyrio porphyrio) gelingen.
Unsere nächste Station ist die Halbinsel Kinburnska Kosa im Schwarzmeer- Biosphärenreservat. Dieses sehr verlassene Gebiet weist eine sehr reichhaltige Struktur auf. Moore und kleinere Salzseen wechseln sich mit Bruchwäldern und Schilfgebieten ab. Hier kann man seltene Limikolen, wie z.B. der Regenbrachvogel (Numenius phaeopus), das Odinshühnchen (Steganopus tricolor) oder vielleicht auch das Thorshühnchen (Phalaropus fulicaria) beobachten. Wir werden dort mit sehr viel Glück auch dem Wolf (Canis lupus) begegnen können. Natürlich darf man bei dieser Halbinsel nicht vergessen, da sie mitten im Schwarzen Meer liegt, was uns die Gelegenheit gibt, verschiedene maritime Vogelarten der Region wie z.B. die Fischmöwe (Larus ichthyaetus) oder den Rosapelikan (Pelecanus onocrotalus) beobachten zu können.
Danach werden wir eine Nehrung mitten im Schwarzen Meer besuchen, wo wir uns voll und ganz auf maritime Vogelbeobachtung konzentrieren können. Unter Umständen ist es eventuell möglich, dass wir dort eine Weißkopfruderente (Oxyura leucocephala) zu Gesicht bekommen.
Einige Ausflüge werden uns in den Naturpark Siwasch, nördlich der Halbinsel Krim führen.
Weiterhin in der Planung ist eine Reise nach Askania Nova, ein großes Steppenreservat, welches seit 1985 im UNESCO-Projekt "Mensch und Biosphäre" zu den schützenswertesten Biosphärenreservaten der Welt gehört. Es wurde 1828 durch Herzog Ferdinand Friedrich von Anhalt-Köthen als eine Art Safari-Park eingerichtet, weshalb dort heute noch u.a. Przewalskipferde (Equus ferus przewalskii) wild leben.
Unser Interesse gilt hier vor allem den heimischen Steppenvögeln in Askania Nova. So werden wir mit geschultem Auge den Triel (Burhinus oedicnemus) zu Gesicht bekommen. Auch Sandflughühner (Pterocles orientalis) oder Schwarzflügelbrachschwalben (Glareola nordmanni) sind dort Brutvögel. Steppenweihe (Circus macrourus), Schrei- und Schelladler (Aquila pomarina, Aquila nipalensis) sind die Vertreter der Greifvögel, die uns erwarten.
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