Sewastopol. Schlachtfeld des Krimkriegs

Heldenstadt im zweiten Weltkrieg und sowjetisches Kleinod in der verbotenen Zone


Besuchen Sie mit uns die von zahlreichen malerischen Buchten umgebene Hafenstadt Sewastopol im Südwesten der ukrainischen Halbinsel Krim. Sie war bis vor kurzem als Hauptstandort der sowjetischen Schwarzmeerflotte für ausländische Touristen nicht zugänglich. Heute liegen im Hafen Sewastopols noch immer russische und ukrainischen Marineeinheiten vor Anker, doch man kann die Stadt mit dem malerischen Blick aufs Schwarze Meer problemlos besuchen und entdecken.

 

Sewastopol verdankt seinen Charme vor allem der landschaftlich reizvollen Lage auf mehreren Hügeln und der einzigartigen neoklassizistischen Architektur. Besonders sehenswert sind die direkt am Meer gelegenen Ausgrabungsstätten der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden im fünften vorchristlichen Jahrhundert gegründeten antiken griechischen Stadt Chersones, deren architektonische Überbleibsel noch heute von der damaligen kulturellen Blüte der Region künden. Hier befindet sich auch die prunkvolle nach dem Kiewer Großfürsten Wolodymyr benannte Kathedrale, die im Jahre 1862 an der Stelle erbaut wurde, an welcher sich Wolodymyr taufen ließ, bevor er das Christentum zur Staatsreligion der Kiewer Rus berief.

Ein Muss für jeden Besucher Sewastopols ist das auf einer Anhöhe gelegene Panorama, das auf einer über 100 Meter langen Leinwand den Angriff der französischen, englischen, türkischen und sardinischen Alliierten auf die russische Festung Sewastopol während des Krimkrieges (1853 - 1856) in beeindruckender Weise darstellt. Im Krimkrieg, der als der erste Stellungskrieg in die Geschichte einging, wurde die Stadt fast völlig zerstört, hunderttausende Soldaten, Offiziere und Zivilisten verloren ihre Leben.

Im 2. Weltkrieg, dem Großen Vaterländischen, wurde die Stadt als Festung von der Wehrmacht schwer belagert und fast vollständig zerstört. Bei ihrer Eroberung im Juni 1942 kamen zehntausende Einwohner und sowjetische Verteidiger ums Leben. Über die furchtbaren Tage der Belagerung und Erstürmung Sewastopols berichtet heute das Denkmal und Museum (Diorama) auf dem Sapun- Hügel vor den Toren der Stadt. Für ihren grossen Widerstandskampf im Zweiten Weltkrieg wurde Sewastopol den Titel der "Heldenstadt" verliehen und die Stadt in nur fünf Jahren mit riesigem Aufwand wieder aufgebaut.

Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zum in den Fels gehauenen Höhlenkloster Inkerman, das auf dem Gelände der ehemaligen Festung Kalamita liegt, die zum mittelalterlichen Fürstentum Theodoro gehörte. In Inkerman ist ein Weingut ansässig, in dem man auch die hier gekelterten Weine verkosten kann.

 

Sewastopol Restauranttipps

Restaurant K Babuschke (Zur Oma), ul. Mayakovskogo  Um die Ecke vom Hotel Sewastopol liegt in einer ruhigen Straße ein klitzekleines Restaurant mit dem Charme einer Werkskantine. Aber hier kocht die Oma noch selbst leckere ukrainische Hausmannskost und die Bedienung ist nett. Gegessen wird aufgrund des Andrangs zumeist im Akkord, die Tische stehen niemals wirklich leer. Untere Preisklasse.

Restaurant Rybazkij Stan, ul. Klokacheva, direkt an der Fähranlegestelle  Das erste Restaurant mit einem Angebot an frisch zubereiteten Fischgerichten, das wir an der Schwarzmeerküste fanden. Zentrales Restaurant mit schönem Blick über die Sewastopoler Bucht. Obere Preisklasse.
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