Rundreise durch Bialystok und Ostpolen

Der Reichtum Podlachiens


Unser Ostpolen Rundreise führt Sie in die malerische Natur Podlachiens, eines dünn besiedelten Landstrichs. Der Wind streicht hier über ausgedehnte Wiesen und Waldlandschaften, das Land ist flach und von kleinen Flüssen durchzogen.

Von Bialystok aus unternehmen Sie kleinere Ausflüge in die Umgebung und entdecken ein sehr abwechslungsreiches kulturelles Vermächtnis und den natürlichen Reichtum der Region Podlachien.

Wie all unsere Reisen organisieren wir diese private Rundreise durch Ostpolen individuell für Sie. Sie werden von unserem deutschsprachigen Reiseführer begleitet, der Ihnen einen ganz persönlichen Einblick in sein Land gibt.

Unterwegs schlafen sie in kleinen Mittelklassehotels in Zimmern mit jeweils eigener Du/WC. Die Transfers organisieren wir mit zuverlässigem Fahrer im PrivatPkw.

7 Tage
Individualreise
Rundreise
Mittelklassehotel
Frühstück
deutsch
Fahrer + Auto
zubuchbar
RRPOL3
    1. Tag Anreise
    2. Tag Bialystok Stadtführung
    3. Tag Kiermusi und Tykocin
    4. Tag Suprasl
    5. Tag Synagogen und Moscheen
    6. Tag Bialowieza
    7. Tag Abreise

    1.Tag: Anreise nach Bialystok

    Heute reisen Sie via Warschau nach Bialystok, dazu haben Sie in unserem Buchungsformular die Möglichkeit, Zugfahrkarten und Flugtickets zu buchen.

    In Bialystok holt Sie unser deutschsprachiger Reiseführer am Bahnhof ab und heißt Sie herzlich willkommen. Dann bringt er Sie in Ihr Hotel, ist beim Check-In behilflich und gibt Tipps für abendliche Aktivitäten.

    Der Abend steht Ihnen zur freien Verfügung.

    2.Tag: Bialystok Stadtführung

    Am Morgen holt Sie der deutschsprachige Reiseführer im Hotel ab.Unser Rundgang durch Bialystok beginnt natürlich am Branicki- Palast, einem prächtigen Barockbau aus dem 18. Jahrhundert, in dem heute die medizinische Universität untergebracht ist. Beim Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark berichtet Ihnen der Reiseführer, unter welchen Umständen die Stadt und das Umland in den Besitz des Kron- Hetmans Branicki geriet und welche Ambitionen dieser hegte.

    Dann besuchen Sie im einstigen jüdischen Viertel das Denkmal für die große Synagoge und die nahegelegene Piaskower Synagoge. In Bialystok lebten vor dem Holocaust fast die Hälfte der Bevölkerung den jüdischen Glauben.

    Vom Dach der neuen Oper und Philharmonie genießen Sie den schönen Blick über die Stadt, bevor Sie die orthodoxe Nikolaikirche besuchen. Nicht von der Kirche ehrt die Stadt einen ihrer größten Söhne, Ludwig Zamenhoff, den Erfinder des Esperanto, mit einem Denkmal. In der einstigen Synagoge, die von der Familie Cytron gestiftet wurde, befindet sich heute eine Galerie mit beeindruckenden Werken der litauischstämmigen Künstlerfamilie Sledzinski.

    Im Herzen Bialystoks besuchen Sie anschließend Kosciuski Markt, eine weitläufige Fussgängerzone. Hier befinden sich weitere barocke Kleinodien der Branicki- Ära, darunter das einstige Arsenal (heute Kunstgalerie), das Gästehaus des Hofes, sowie das Vincent de Paul- Kloster der barmherzigen Schwestern und die katholische Maria- Himmelfahrtskathedrale.

    Im Stadtviertel Bojary, jenseits der Pilsudski- Allee, treffen Sie auf beeindruckende Denkmäler des 19. und 20. Jahrhunderts aus der russischen Epoche Bialystoks. Zahlreiche Stadtpaläste wohlhabender Fabrikantenfamilien und stattliche Bildungsinstitute höherer Söhne und Töchter vermitteln einen Eindruck vom wirtschaftlichen Aufstieg in dieser Zeit.

    Ihre Stadtführung durch Bialystok endet im Schlosspark des Branicki Palastes. Am Abend haben Sie Freizeit. Auf Wunsch reservieren wir Ihnen gern Eintrittskarten für eines der zahlreichen Kulturereignisse in Bialystok. (F)

    3.Tag: Tykocin und Kiermusi

    Gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer fahren Sie durch die weiten des sanft gewellten Podlachiens nach Tykocin. Dieses kleine, malerisch an einer Flußaue des Narew gelegene Städtchen beherbergt zahlreiche Architekturschätze, die Sie heute entdecken. Schon von Weitem begrüßt den Reisenden die Silhouette des ehemaligen Bernhardiner- Missionarsklosters mit der barocken Dreifaltigkeitskirche. Das Innere der Kirche, die polychromen Fresken und der vergoldete Barockaltar sind absolut sehenswert.

    Auf dem Großen Markt stehen traditionelle, gut restaurierte Händler- und Handwerkerhäuser aus dem 18./19. Jahrhundert, das ganze Ensemble verdient zu Recht die Beschreibung des besterhaltenen historischen Stadtkerns. Dann spazieren Sie durch das gut erhaltene historische Stadtzentrum Tykocins mit zahlreichen alten, traditionellen Holzhäusern.

    Der Altmarkt (Stary Rynek) bildete einst das lebendige Zentrum des jüdischen Tykocins. Juden siedelten in Tykocin seit dem 16. Jahrhundert, zur Blüte um 1800 stellten Sie 70% der Stadtbevölkerung. Zahlreiche Baudenkmäler zeugen von der reichen Geschichte der Juden in Tykocin. In der großen Synagoge besuchen Sie das jüdische Museum und informieren sich über die einstige Blüte eines der wichtigsten Zentren des polnischen Judentums. Besonders interessant: das Zimmer des Rabbi im Turm der Synagoge. In der kleinen Synagoge befindet sich heute das Stadtmuseum und wer mag, kann im Talmudhaus eine Bildergalerie besichtigen. Sie besuchen den jüdischen Friedhof und informieren sich an der Gedenkstätte des Massengrabs im nahen Łopuchowo über die Ermordung der Tykociner Juden 1941 durch die deutsche Wehrmacht.

    Im nahegelegenen Pentowo erleben Sie einen der Naturschätze der Region - das Storchendorf. Hier leben ungewöhnliche viele Storchenpaare eng zusammen und erlauben Naturfreunden einzigartige Beobachtungsmöglichkeiten. Das europäische Storchendorf Pentowo am Ufer einiger malerischer Altwasser des Narew werden Sie begeistern.

    Nicht weit entfernt besuchen Sie das kleine Örtchen Kiermusy, das malerisch eingebettet in die Pufferzone des Biebrza- Nationalparks liegt. Hier tauchen Sie in die Geschichte des polnischen Adels (Szlachta). Im Restaurant des Freilichtmuseums stärken Sie sich mit traditionellen sarmatischen oder podlachischen Gerichten. Dann erhalten Sie bei der Promenade durch das weitläufige Museum einen Einblick in die Funktion der Wirtschaftshöfe der polnischen Adligen im 17./18. Jahrhundert. Eine weitere Attraktion ist das Freigehege der hier früher freilebenden europäischen Bisons.

    Auf der Heimfahrt nach Bialystok können Sie der Sommerresidenz der Familie Branicki in Choroszcz einen Besuch abstatten. Der restliche Tag steht Ihnen in Bialystok zur freien Verfügung. (F)

    4.Tag: Supraśl. Der Knyszyn Naturpark

    Heute besuchen Sie das Örtchen Supraśl. Es ist malerisch inmitten des Knyszyń Urwalds gelegen, einem kaum berührten Refugium aus Kiefernforsten und Hainbuchenwäldern, und heute ein aufstrebender Luftkurort. In Supraśl besuchen Sie das Mariä- Verkündigung- Kloster, eines der bedeutendsten orthodoxen Kloster Polens. Die Anlage geht auf ein ökumenisches Kloster zurück, in dem seit dem 16. Jahrhundert katholische und orthodoxe Mönche gleichberechtigt lebten und beteten, und beide Glaubensrichtungen einander annäherten. Im Mittelpunkt des Klosters erregt die byzantinisch-gotische Wehrkirche der Mariä Verkündigung Eindruck, ein originalgetreuer Nachbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Originals.

    Nach einem Rundgang durch das Kloster besichtigen Sie im Archimandritenpalast die beeindruckende Sammlung orthodoxer Ikonen, eine interaktive Ausstellung sakraler Kunstwerke des östlichen Christentums. Dann spazieren Sie in des Ort und besichtigen die evangelische Kirche und das 1903 umgebaute Neorenaissance- Palais der Fabrikantenfamilie Buchholtz.

    Am Nachmittag steigen Sie in Kayaks und durchqueren auf dem Flüsschen Supraśl, immer bequem flussabwärts, verzaubernde Auenlandschaften im Knyszyń
    Naturpark. Von Wasilkow aus kehren Sie nach Bialystok zurück und haben Freizeit. (F)

    5.Tag: Synagogen und Moscheen. Multikulturelles Podlachien

    Von Bialystok aus geht es weiter nach Osten, nahe an die Grenze zu Belarus. Hier ist das Land dünn besiedelt, wird es still. In diese Einsamkeit zogen einst Tataren, Muslime aus der Region Kasan und von der Krim, und besiedelten das Land, das ihnen König Jan III. Sobieski für Ihre Kriegsdienste gegen die Osmanen übereignete. Die Lipka- Tataren sind heute assimiliert, sprechen mehrheitlich polnisch, pflegen aber den muslimischen Glauben. In Bohoniki besichtigen Sie eine einzigartige Holzmoschee, die bis heute der tatarischen Minderheit als Gebetsort dient.

    Im nahen Krynki beschäftigen Sie sich mit der Geschichte der Juden Podlachiens. Sie besichtigen das Gebäude der einstigen kaukasischen Synagoge im maurischen Stil und die Synagoge der Slonimer Chassiden unter der Rabbinerfamilie Weinberg, dann besuchen Sie den jüdischen Friedhof aus dem 17. Jahrhundert. Beim Gang durch die kleine Stadt berichtet Ihnen Ihr deutschsprachiger Reiseführer von den furchtbaren Ereignissen im jüdischen Ghetto, welches die Deutschen 1941 nach der Besetzung Polens hier einrichteten und später liquidierten.

    In Kruszyniany kehren Sie zurück in die Kultur der Lipka- Tataren, welche sich hier im 17. Jh. ansiedelten. Erstmal können Sie tatarische Küche im örtlichen Restaurant probieren, dann besuchen Sie die älteste Moschee Polens und den muslimischen Friedhof der sunnitischen Minderheit des kleinen Örtchens.

    Der Tag endet in einem kleinen Kurort am Rande des Bialowiecza Nationalparks, mit dem wir uns morgen intensiver beschäftigen. (F)

    6.Tag: Der Bialowiecza Urwald

    Sie besuchen eines der letzten Naturrefugien Europas, den Białowieża Urwald, heute Teil des Unesco Weltnaturerbes. Gemeinsam mit dem deutschsprachigen Reiseführer und einem zertifizierten Naturführer unternehmen Sie eine Wanderung durch den letzten Tiefland- Urwald und Rückzugsgebiet des Wisents (Europäischen Bisons) in Europa. Sie bestaunen die mächtigen Eichen und Eschen, tauchen in die Ruhe des Waldes mit seinen vielstimmigen Tierorchester, lernen die hier lebenden, insbesondere endemischen Tier- und Pflanzenarten genauer kennen und informieren Sie über die Herausforderungen und Erfolge beim Schutz der Bialowieza und ihrer Bewohner. Und mit etwas Glück können Sie den Herrn der Bialowieza, den Wisent beobachten.

    Am Abend kehren Sie zurück in Ihre Unterkunft und haben Freizeit. (F, A)

    7.Tag: Abreise aus Ostpolen

    Leider ist Ihre schöne Ostpolen Rundreise schon zu Ende. Unser Fahrer bringt Sie rechtzeitig vor der Abfahrt zum Bahnhof in Bialystok, wo Sie in den Zug nach Warschau einsteigen. Von dort geht Ihre Heimreise weiter. (F)
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