Studienreise Westukraine. Galizien, Bukowina, Karpaten, Transkarpatien

Kulturschätze im Schmelztiegel der Geschichte

Auf dieser Westukraine Rundreise für Individualreisende entdecken Sie mit Ihrem deutschsprachigen Reiseführer eine atemberaubende Vielzahl von Kulturen, Religionen, Nationalitäten und Epochen.

Sie besuchen die bekanntesten Metropolen der Westukraine - Lemberg und Czernowitz - und tauchen ein in die Geschichte Galiziens und der Bukowina. Wir präsentieren Ihnen Spuren kaum bekannter Zivilisationen, Zeugnisse verschwundener Hochkulturen und gelebtes Kulturerbe in den Karpaten.

Daneben erleben Sie die vielfältige, wilde und einzigartige Natur der Ukraine - große Flüsse wie den Dnister und den Prut, Kalksteinhöhlen, die kaum besiedelten, einsamen Karpaten, sanft gewellte Landschaften in Ostgalizien und der Bukowina, plattes Land mit aufragenden Bergen in Transkarpatien.

In den Karpaten besuchen Sie Schafshirten auf den Hochebenen (Poloninas genannt), schauen Keramikkünstlern über die Schulter, werden vom Teppichweber mit typisch ukrainischer Küche und Selbstgebranntem bewirtet, und verkosten rote und weiße Weine im ukrainisch-ungarisch-rumänisch geprägten Transnistrien.

Ein orthodoxer Diakon entführt Sie in eine kaum mehr vorhandene Glaubenswelt und ein prominenter Lemberger Kunstprofessor verbindet in einer griechisch- orthodoxen Kirche Glauben und Kunst.

Wenn Sie diese Reise nicht allein durchführen wollen, sondern sich statt dessen einer Reisegruppe anschließen wollen, finden Sie hier unser Westukraine Grupenreiseangebot.

  • Rundreise
  • Individualreise
  • 15 Tage
  • Mittelklassehotel od. nach Wahl
  • Frühstück
  • deutschsprachige Reisebegleitung
  • Transfers entsprechend Reiseprogramm
  • Flug zubuchbar
  • Bahntickets zubuchbar
  • Auslandsreisekrankenversicherung zubuchbar
  • Reiserücktrittsversicherung zubuchbar
  • Reiseinsolvenzversicherung Sicherungsschein für Pauschalreisen nach § 651r BGB zur Absicherung Ihrer Reisegelder
  • Reisecode: RRUAW3
  • vielfältige kulturelle Spuren seit der Frühzeit
  • atemberaubende Landschaften
  • dünn besiedeltes Land
  • friedliche Multireligiosität
Lemberger Oper
Der Marktplatz in Schowkwa
Die Zeremonie zum Tag der Taufe Christi im Basilianerkloster in Krechiw
Das Schloss in Solotschiw
Das Schloss von Olesko
Der jüdische Friedhof in Brody
Der Innenraum der Kirche im Heiligen Himmelfahrtskloster in Potschajiw
Festung Tarakaniw
Die St. Georgkirche in der Gedenkstätte für die Schlacht auf den Feldern bei Berestetschko 1651
Jüdischer Friedhof in Butschatsch
Die Himmelfahrtskirche in Tschortkiw
In der Werteba-Höhle bei Bilsche Solote, eine bedeutende Siedlung der Cucuteni-Trypillia-Kultur
Höhlenkloster Monastyrok über dem Fluss Seret, ehemaliger heidnischer Kultplatz
Die Burg in Kamjanez-Podilskyj
 Die Festung Chotyn
Die ehemalige Synagoge, heute Kino, in Czernowitz
Die Maria-Entschlafens-Kirche in Belaja Kriniza
In der Töpferei der Kunstmanufaktur in Kossiw
Bei den Teppichwebern in den Karpaten
Beim Musikinstrumentenbauer
Zu Besuch auf der Polonina
Der geographische Mittelpunkt Europas in der Nähe von Rachiw
Eine Weinkellerei in Berehowe
Das Rathaus von Mukatschewe
Unterwegs in Uschhorod
Die Synagoge in Drohobytsch
1. Tag - Anreise

Sie reisen mit dem Flugzeug nach Lemberg, wo Sie am frühen Nachmittag ankommen. Dort erwartet Sie Ihr deutschsprachiger Reiseführer am Flughafen und heißt Sie herzlich willkommen. Er begleitet Sie ins Hotel und hilft Ihnen beim Check In.

Anschließend unternehmen Sie einen Rundgang durch die historische Altstadt Lembergs, die heute zum Unesco Kulturerbe gehört. Sie entdecken u.a. die Nationaloper auf dem Freiheitsboulevard, den Marktplatz mit dem restaurierten Rathaus der Stadt, besuchen die armenische und die Dominikanerkirche und spazieren durch die Gässchen der Altstadt an allerlei interessanten Orten, Gebäuden, Cafés und Restaurants vorbei.

Am Abend nehmen Sie Ihr Nachtmahl in einem guten Restaurant im Stadtzentrum ein. Der Rest des Abends steht Ihnen zur freien Verfügung.

2. Tag - Schowkwa und Krechiw

Gemeinsam mit Ihrem deutschsprachigen Reiseführer fahren Sie nach Schowkwa, einer kleinen Stadt mit einer Reihe gut erhaltener Renaissancebauten im Stadtkern. Schowkwa ist eine der ersten Planstädte der Region, was durch rechteckige Straßenführungen und regelmäßige Stadtviertel noch heute erkennbar ist.

Sie besichtigen den kleinen Ort, besuchen den Marktplatz, der vom markanten Renaissanceschloss und dem Rathaus begrenzt wird. Sie besuchen die Kathedrale des Heiligen Laurentius und die ehemalige jüdische Synagoge, die bis heute vom Reichtum der Vielfalt der jüdischen Kultur in Schowkwa bis zum Holocaust kündet.

Am Nachmittag besuchen Sie das griechisch-katholische Wassilius-Kloster in Krechiw, nehmen an einer Führung durch das Kloster teil und lernen das einfache, tiefreligiöse Leben der griechisch-katholischen Mönche kennen. Zum Kloster gehören das Höhlenkloster aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts, die St. Nikolakirche von 1669 sowie die Wehranlage mit Mauern und Türmen.

Am Abend kehren Sie nach Lemberg zurück. Anschließend haben Sie Freizeit.

Auf Wunsch reservieren wir Ihnen gern auch Eintrittskarten für ein Konzert in der Lemberger Oper. (je nach Spielplan)

3. Tag - Solotschiw, Olesko und Brody

Am Morgen verlassen Sie Lemberg in Richtung Osten und durchqueren die sanft gewellten ostgalizischen Weiten. In Solotschiw besichtigen Sie das einstige Wehrschloss aus dem 17. Jahrhundert im pittoresken Renaissancestil und einen chinesischen Pavillon, welche Jakub Sobieski, der Vater des gleichnamigen polnischen Königs Jan Sobieski, errichten ließ und mit mächtigen Bastionen umgab.

In Olesko besichtigen Sie ein weiteres Schloss Jan Sobieskis aus der polnischen Epoche Galiziens. Im Schlosspark mit seinen anregenden Kunstinstallationen können Sie einen Erholungsspaziergang unternehmen.

Anschließend besuchen Sie das kleine Städtchen Brody, welches durch die Romane Joseph Roths, aus denen uns der Geist der untergehenden k.u.k.- Monarchie zu Beginn des 20. Jahrhunderts entgegenweht, weltbekannt wurde.

Am Abend kommen Sie in Potschajiw an und nehmen dort Quartier. Sie lassen einen anstrengenden Tag erholsam ausklingen.

4. Tag - Potschajiw, Kremenez, Tarakaniw und Berestetschko

Am frühen Morgen haben Sie Gelegenheit, im russisch-orthodoxen Höhlenkloster von Potschajiw, welches in den besonderen religiösen Rang eines Lawra erhoben wurde, den Morgengottesdienst zu feiern oder die prächtig verzierten Kirchen zu bestaunen.

Nach dem Frühstück treffen Sie sich vor dem Hotel mit Ihrem Reiseführer, fahren nach Kremenez und besichtigen dort die Festung Bona, die schon zu Zeiten der Kiewer Rus entstand und jahrhundertelang allen Angriffen widerstand. Dazu betrachten Sie die beeindruckenden Kirchenbauten des kleinen Städtchens, darunter das Jesuitenkolleg. Auf einem kurzen Abstecher besuchen Sie auf einer Anhöhe über dem Städtchen Kosakengräber aus dem 17. Jahrhundert.

Auf der Fahrt wechseln Sie in die Neuzeit und besuchen anschließend die gewaltige Festungsanlage in Tarakaniw, die Zar Nikolaus II. zu Beginn des 20 Jahrhunderts gegen eventuelle Angriffe der k.u.k.-Monarchie vor dem 1. Weltkrieg errichten ließ.

Danach wandern Sie rückwärts in der Zeit und beschäftigen sich in Berestetschko mit der Geschichte der Kosaken. In dem kleinen Örtchen tobte im 17. Jahrhundert eine gewaltige Schlacht der Kosaken gegen die Polen, in der die Kosaken durch Verrat eine schwere Niederlage erlitten. Das in Berestetschko errichtete Denkmal kündet von diesem Trauma.

Am Abend kehren Sie nach Potschajiw zurück und erholen sich in der Stille der Klosterstadt.

5. Tag - Ternopil, Butschatsch

Am Morgen geht es mit weiter nach Süden. Sie unternehmen einen kurzen Rundgang durch die ostgalizische Stadt Ternopil, die auf wechselhafte Geschichte zurückblickt. Ternopil ist heute Gebietshauptstadt und damit ein pulsierendes Zentrum.

Anschließend fahren Sie nach Butschatsch, ein kleines Städtchen in einer Flussschleife der Stripa, dessen Rathaus aus dem 18. Jahrhundert durch seine Dachfiguren des bekannten Bildhauers Johann Georg Pinsel große Bekanntheit besitzt. Pinsel schuf in seiner Schaffensperiode neben Steinskulpturen mit großer Ausdruckskraft auch eine Reise sehr bekannter Hochaltare und kirchliche Holzfiguren im Stile des süddeutschen Rokoko.

Sie besuchen in Butschatsch auch das Geburtshaus des hebräischen Schriftstellers Samuel Agnon und nehmen das Gymnasium in Augenschein, welches der junge Simon Wiesenthal besuchte. Wiesenthal wurde in Butschatsch in eine große und kulturell reiche jüdische Gemeinde hineingeboren, von der nach Holocaust und sowjetischer Periode kaum etwas übrig blieb - nur auf dem jüdischen Friedhof findet man noch Spuren der Butschatscher Juden.

In Butschatsch übernachten Sie.

6. Tag - Tschortkiw, Werteba und die Trypillja Kultur. Tschwerwonohorod und die Rote Rus

Auf einer Rundfahrt durch das sanft gewellte Land am Dnister besuchen Sie nahe Tschortkiw zunächst eine sehr schöne orthodoxe Holzkirche.

Von dort aus fahren Sie an die steilen Ufer des Dnister und beschäftigen Sie an der Schlossruine von Tscherwonohorod mit der Roten Rus (auch bekannt als Rothreußen oder Rotrussland) aus dem 14. Jahrhundert. Am nahegelegenen Dschuryn-Wasserfall ist Gelegenheit für eine Erfrischung.

Anschließend tauchen Sie in die Frühzeit der Besiedlung dieses Landstriches. Dazu besuchen Sie die Wertebahöhle, die über Jahrtausende durch Ausspülung des hier vorkommenden Gipssteins entstand. In der Werteba lebten vier bis zwei Jahrtausende vor Beginn der Zeitrechnung eine bei uns kaum bekannte, zu seiner Zeit sehr fortschrittliche Kultur, die heute als Trypillja (rus. Tripolje, in Rumänien unter dem Namen Cucuteni) bekannt ist. Namensgebend war die Art, wie sie Ackerbau betrieben - in Dreifelderwirtschaft (try pillja - drei Felder). In der Höhle fanden Forscher markant verzierte Keramikgegenstände und -scherben, Schmuck und Alltagsgegenstände aus Knochen und Stein. Diese Funde können sie in der Exposition der Höhle besichtigen.

Danach begeben Sie sich ins nahegelegene Monastyrok, hoch über dem tief eingeschnittenen Flussbett des Seret. Sie haben einen beeindruckenden Blick über das mäandernde Flusstal und die Landschaft, anschließend besuchen Sie einen heidnischen Kultplatz in der Felswand über dem Fluss.

Am Abend fahren Sie nach Borschtschiw und übernachten dort.

7. Tag - Mittelalterliche Festungen in Kamjanez-Podilskyj und Chotyn

Auf dem Weg nach Czernowitz besichtigen Sie heute mehrere Festungsanlagen aus verschiedenen Jahrhunderten. In Skala Podilska besuchen Sie kurz die Ruine des Wehrschlosses aus dem 15. Jahrhundert und genießen den weiten Blick über den Fluss Sbrutsch und das sanft gewellte Land. Von hier aus durchqueren Sie den Nationalpark Podilski Tovtry, ein Naturreservat von einzigartiger Schönheit mit duftenden Kiefernwäldern und durchzogen von klaren Bächen und Flüsschen.

In Kamjanez-Podilskyj, welches am Ufer des Flusses Smotrytsch errichtet wurde, treffen Sie unseren Reiseführer und unternehmen einen Stadtrundgang durch die mittelalterliche Festungsstadt, die heute zum Unesco Kulturerbe gehört. Hier haben Sie auch Gelegenheit für ein Mittagessen in einem traditionellen ukrainischen Restaurant. Nach der Mittagspause besuchen Sie die Festung in Chotyn hoch über dem Dnister und fahren weiter.

Am Abend erreichen Sie die Bukowina und nehmen Quartier in Czernowitz. Sie haben anschließend Gelegenheit für erste Entdeckungen in der schönen Czernowitzer Altstadt.

8. Tag - Czernowitz, Perle des Kronlands Bukowina

Heute entdecken Sie die Geschichte und das kulturelle Vermächtnis der Hauptstadt der Bukowina, der Heimat von Rose Ausländer, Paul Celan und Joseph Burg.

Dabei besichtigen Sie unter anderem die Czernowitzer Jurij Fedkowitsch Universität, zu deren baulichem Ensemble auch die ehemalige Residenz des griechisch-orthodoxen Erzbischofs von Czernowitz, Basil von Repta gehört. Im hier ansässigen Bukowinazentrum können Sie sich über die Pflege des deutschen Sprachtums in Czernowitz informieren. Sie besuchen das Geburtshaus von Paul Celan, die Philharmonie, das markante Czernowitzer Stadttheater, das Deutsche Haus und die wunderschönen Gründerzeitbauten in der Golowna vul. und der Olha-Kobylyanskaya-Straße.

Am Nachmittag besuchen Sie das Jüdische Haus und besichtigen das Museum für jüdische Geschichte in Czernowitz. Sie besuchen den Jüdischen Friedhof am Rande von Czernowitz.

Am Abend haben Sie Freizeit in der Czernowitzer Altstadt. Auf Wunsch reservieren wir Ihnen gern auch Eintrittskarten für ein Konzert in der Czernowitzer Philharmonie. (je nach Spielplan)

9. Tag - Ausflug ins Dorf der Altgläubigen

Gemeinsam mit Ihrem deutschsprachigen Reiseführer fahren Sie bis nahe an die ukrainisch-rumänische Grenze und besuchen dort den ehemaligen Metropolitensitz einer christlich-orthodoxen Minderheit - der Altgläubigen.

Diese Altgläubigen, auch "Lipowaner" genannt, verweigerten sich im 17. Jahrhunderten religiösen Reformen im russischen Zarenreich, weil sie in Ihnen die Ankunft des Antichristen auf der Erde befürchteten. Für ihre Haltung wurden Sie von der russischen Obrigkeit erbarmungslos verfolgt und fanden hier im einsamen Vorkarpatenland ein Versteck für sich und ihren Glauben.

Ein Diakon der Altgläubigen begrüßt Sie und führt Sie durch das Dorf. Beim Besuch der altgläubigen Kirchen erklärt er Ihnen den Unterschied zwischen den christlich-orthodoxen Glaubenströmungen und berichtet Ihnen vom heutigen Leben der Altgläubigen.

Am Abend kehren Sie nach Czernowitz zurück und haben Freizeit.

10. Tag - In die Karpaten. Das Vermächtnis der Huzulen

Sie verlassen Czernowitz und erklimmen die Karpaten. In Kossiw unternehmen Sie einen Bummel über den kleinen Kunsthandwerksmarkt in der Ortsmitte und besuchen anschließend eine Keramikmanufaktur, die ihre Produkte mit traditionellen Mustern und Farben des Volksstammes der Huzulen, der hier lebt, verziert.

Zur Mittagszeit besuchen Sie einen Teppichweber, der bis heute traditionell in Handarbeit Schafwollteppiche, sogenannte Lizhnyks, mit original huzulischen Mustern und Farben herstellt. Er zeigt Ihnen seine Werkstatt, bewirtet Sie mit ukrainischer Küche und lädt Sie auf eine Verkostung von Selbstgebranntem ein.

In den Karpaten besuchen Sie auf einer kurzen Wanderung einen Musikinstrumentenbauer, der auf selbstgemachten traditionellen huzulischen und ukrainischen Musikinstrumenten Volkslieder und Ständchen zum besten gibt. Erleben Sie ukrainische Lebensfreude im Spiel der Sopilka und der Zimbel, die Schwere der ukrainischen Geschichte durch die huzulische Geige mit ihrem, aus einem Stück geschnitzten Körper, und die Weite der Berge im Klang der Trembita.

Am Abend erreichen Sie ein kleines Berghotel in den stillen ukrainischen Karpaten. Dort beziehen Sie Ihre Unterkunft und haben abends bei klarem Wetter Ausblick auf einen phantastischen Sternenhimmel.

11. Tag - Zu Besuch bei den Schafhirten

Heute gehts in die Berge, teils motorisiert, teils zu Fuß. Gutes Schuhwerk und eine mittlere Kondition sind gefragt, wenn Sie auf einer saftig bewachsenen Karpatenalm die Schafhirten besuchen, die hier mit den Herden aus dem Tal den Sommer verbringen. Sie erhalten einen Einblick in das einfache Leben auf der Alm, können bei der Herstellung des huzulischen Käses Brinsa zuschauen und werden mit einem schmackhaften Schaschlyk bewirtet.

Die Zeit in der klaren Karpatenluft verfliegt wie im Flug, Sie genießen den weiten Blick über die nur spärlich besiedelten Gipfel und können in der Gemächlichkeit des ukrainischen Alltagslebens entschleunigen.

Am späten Nachmittag geht es weiter nach Rachiw, einem kleinen Städtchen nahe einem der geografischen Mittelpunkte Europas. Bei einem Besuch dieses geografischen Mittelpunktes ändert sich bei vielen westlichen Touristen das mentale europäische Koordinatensystem, ist der Osten auf einmal viel weiter entfernt als gedacht.

Sie können noch einen Bummel durch das Stadtzentrum von Rachiw unternehmen und übernachten hier.

12. Tag - Transkarpatien. Karpatenbüffel und Holzkirchen. Mukatschewo

Heute durchqueren Sie den ukrainischen Karpatenbogen mit uralten Buchenwäldern, die heute zum UNESCO Weltnaturerbe gehören, und betreten auf dessen Rückseite die Vorläufer der pannonischen Ebene, Transkarpatien. Diese Region ist wie keine andere ukrainische Region durch eine sehr wechselhafte Geschichte gegangen, hier herrschten Ungarn, Rumänen, der österreichische Kaiser, die selbst sehr jungen Tschechoslowaken und natürlich die Sowjets. Diese Vielfalt der Nationalitäten und Kulturen beherrschen die Begegnungen an diesem Tag.

Sie setzen sich mit der Tradition der verschiedenen Völkerschaften in Transkarpatien auseinander und schauen sich zwei einzigartige orthodoxe Holzkirchen im Stile der transkarpatischen Gotik (auch Maramures-Gotik genannt) an, in denen kein einziger Metallnagel verbaut wurde.

Auf einer kleinen Schutzfarm essen Sie zu Mittag, welches liebevoll mit lokal erzeugten Zutaten bereitet wird. Ein engagiertes Team junger Leute hat sich hier der Erhaltung und Rückzüchtung sehr alter, lokaler Haustierrassen verschrieben. Legendär: der Büffelmozarella aus der Milch der Karpatenbüffel.

Dass Transkarpatien berühmt ist für seine reichen Salzvorkommen, erfahren Sie unterwegs. Dabei haben Sie Gelegenheit, etwas für Ihr Wohlbefinden zu tun. Sie besuchen bei Beregowe ein modernes Solebecken und können in der gesunden Atmosphäre verweilen.

Am Abend haben Sie Freizeit und übernachten in einem Mittelklassehotel in Mukatschewo.

13. Tag - Uschhorod. Durch die Karpaten. Truskawez.

Nach dem Frühstück unternehmen Sie einen Bummel durch die restaurierte Innenstadt von Mukatschewo und entdecken die Spuren der multikulturellen Vergangenheit des Städtchens. Außerdem besuchen Sie die kleinen Schlösser in Mukatschewo und Uschhorod. Auf dem Weg von Mukatschewo nach Uschhorod verkosten Sie transkarpatische Weine. Anschließend unternehmen Sie einen Bummel durch Uschhorod, die westlichste Stadt der Ukraine. Auch hier bündelt sich die Geschichte mehrerer Nachbarvölker, was im Stadtbild zu erkennen ist.

Zur Mittagszeit verlassen Sie Transkarpatien und fahren gen Norden durch die Karpaten und genießen weite Ausblicke über saftig bewachsene Karpatenhügel. Am späten Nachmittag kommen Sie in Drohobytsch an, wo Sie Quartier beziehen.

Wer möchte, kann abends noch einen Ausflug ins nahegelegene Kurbad Truskawez unternehmen, welches schon zu Zeiten der k.u.k.-Donaumonarchie sehr populär war. Bis heute ist das hier vorkommende, sehr bekömmliche Mineralwasser Anziehungspunkt des Örtchens.

14. Tag - Drohobytsch

Gemeinsam mit Ihrem Reiseführer, der Sie morgens in Ihrem Hotel abholt, nehmen Sie Drohobytsch in Augenschein, ein galizisches Städtchen, dem der Schriftsteller Bruno Schulz in seinen Geschichten, darunter die weltbekannten "Zimtläden", ein Denkmal setzte. Er selbst hat hier Geschichten erzählt, aber leider kaum Geschichte hinterlassen.

Nach all den besuchten Holzkirchen haben Sie in Drohobytsch nun endlich Gelegenheit, sich vom Inneren der Kirchen verzaubern zu lassen. Dazu empfängt Sie ein Restaurator in einer griechisch-katholischen Holzkirche, die er gerade restauriert und neu ausschmückt. Dabei gibt er Ihnen einen Einblick in die christliche Figurenwelt und die Besonderheiten des griechisch katholischen Glaubens. Anschließend fahren Sie nach Lemberg, wo Mietwagenkunden den Mietwagen zurückgeben.

Am frühen Abend können Sie einen Bummel durch die schöne Altstadt unternehmen oder aus einem der vielen Straßencafés gemütlich dem lebendigen Treiben in der ostgalizischen Stadt zuschauen.

15. Tag - Abreise

Je nach Abflugzeit haben Sie am Vormittag noch Gelegenheit für einen Bummel durch das historische Stadtzentrum und Souvenireinkäufe.

Pünktlich vor Ihrem Abflug bringt Sie unser Fahrer zum Flughafen, wo Sie Ihre Heimreise antreten.

Reiseverlauf
  1. 1. Tag - Anreise. Lemberg
  2. 2. Tag - Schowkwa. Krechiw
  3. 3. Tag - Solotschiw. Olesko. Brody
  4. 4. Tag - Potschajiw. Kremenez. Tarakaniw. Berestetschko
  5. 5. Tag - Ternopil. Butschatsch
  6. 6. Tag - Tschortkiw. Wertebahöhle. Tscherwonohorod
  7. 7. Tag - Kamjanez-Podilskyj und Chotyn
  8. 8. Tag - Czernowitz
  9. 9. Tag - Die Altgläubigen
  10. 10. Tag - Huzulen in den Karpaten
  11. 11. Tag - Begegnungen mit den Karpatenhirten
  12. 12. Tag - Transkarpatien
  13. 13. Tag - Uschhorod. Truskawez
  14. 14. Tag - Drohobytsch
  15. 15. Tag - Abreise
enthaltene Leistungen
  • Übernachtung nach Wahl (z.B. im Mittelklassehotel) - Doppel- oder Einzelzimmer
  • Frühstück
  • deutschsprachige Reisebegleitung
  • Besichtigungen entsprechend Reiseprogramm
  • Transfers entsprechend Reiseprogramm (Wahl zwischen Mietauto oder Fahrer)
  • Reiseinsolvenzversicherung Sicherungsschein für Pauschalreisen nach § 651r BGB zur Absicherung Ihrer Reisegelder
zubuchbare Leistungen
  • Flugtickets
  • Beitrag zur Kompensation des Fluges (Atmosfair)
  • Bahntickets
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Reiserücktrittsversicherung
  • ...
Pauschalreise

Es handelt sich bei diesem Angebot um eine Pauschalreise im Sinne des § 651 ff BGB. Hier finden Sie unser Formblatt zur Unterrichtung des Reisenden bei einer Pauschalreise nach § 651a BGB.

Einreiseinformationen

Über den unten stehenden Button können Sie sich auf der Seite des Auswärtigen Amtes über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise zu Reisen in die Ukraine informieren.

Visum

Zusammen mit visumPOINT, unserem versierten Partner für alle Visa-Angelegenheiten, beraten wir Sie gerne über die Einreisebestimmungen Ihres Reisezieles. Sie möchten gleich wissen, was Sie für die Einreise in ein Land benötigen? Nutzen Sie einfach den Visa-Finder.

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