Das Krimgebirge. Reit- und Wanderparadies mit interessanten Tropfsteinhöhlen

Krim


Landeinwärts hinter der südlichen Küstenlinie der Krim, zwischen den Städten Sewastopol und Feodossija, erheben sich die zerklüfteten Steilhänge des Krimgebirges, das mit dem 1545 Meter hohen Roman Kosch die höchste Erhebung der Krim besitzt.

Es besteht aus drei Bergketten, zu denen das Demerdzhi- Massiv, der Tschatyr- Dag und die Jaltinska Jajla (Jajla = Alm, Hochebene) gehören, und fällt ins Innere der Insel sanft ab. Die Gipfelketten und die darunterliegenden Täler, zum Beispiel der Große Canyon oder die Bajdary- Schlucht sind für Wanderfreunde ein wahres Paradies, das mit einer einzigartigen Flora und Fauna lockt und einen lohnenswerten Kontrast zur mediterranen Atmosphäre der Küstenlandschaft darstellt.

Wer hier hinauf kommt, wird nicht nur mit einem sagenhaften Ausblick auf die Schwarzmeerküste belohnt. Auf geführten Wandertouren durch die unberührte Natur haben Sie die Möglichkeit, zu Fuß oder mit dem Fahrrad Tier- und Pflanzenwelt des Krimgebirges kennenzulernen, sich an erfrischenden Heilquellen zu laben, wunderschöne Tropfsteinhöhlen (zum Beispiel die Marmorhöhle mit vielfarbigen Stalaktiten und Stalagmiten), Canyons und Almwiesen zu genießen. Und dabei einfach nur zu entspannen.

 

Die Höhlen im Krimgebirge

Am unteren Plateau des Tschatyr Dag gibt es mehrere Tropfsteinhöhlen, die für Speleologen interessant sind. Die beiden größten und schönsten Höhlen sind mit Treppen, Gehwegen und elektrischer Beleuchtung ausgerüstet und für Touristen zugänglich. Die Lufttemperatur in den Höhlen beträgt ganzjährig 6 bis 11 Grad. Am Eingang der Höhlen kann man sich eine warme Jacke leihen, lange Hosen und stabile Schuhe muss man jedoch selbst mitbringen.

Die Marmorhöhle begeistert den Besucher mit einer Vielzahl unterirdischer Karstformationen – Stalaktiten, Stalagmiten, schöne Kolonaden und geheimnisvollen Falten, die an Theatervorhänge erinnern und während Millionen von Jahren langsam von der Natur geschaffen wurden. Die Gesamtlänge der Marmorhöhle beträgt 2,5 km, die Länge der begehbaren Besichtigungsroute beläuft sich auf 850 m.

Die Höhle Emine Bair-Chosar ist auch sehenswert, jedoch in ihrer Wirkung auf den Besucher anders. Außer bezaubernden Karstformationen auf drei "Etagen" gibt es hier im Eingangsbereich eine kleine paläonthologische Ausstellung: Skelette von prähistorischen Tieren, die zu Lebzeiten durch einen Schacht in die Höhle gefallen und hier umgekommen sind. Unter anderem sieht man dort Knochen von einem jungen Mammut. In dieser Höhle gibt es auch zwei kleine unterirdische Seen, in einem großem Saal demonstriert leise Musik vom Band die grandiose Akkustik dieses Teils der Höhle Emine Bair-Chosar. Der Grund, warum die Höhle nicht in die Liste der schönsten Höhlen der Welt eingetragen wurde, liegt lediglich an der Tatsache, dass es zur Zeit der Einstufung zu Beginn der 90-er Jahre noch kein Licht und keine Gehwege in der Höhle gab. Zweifellos gehört sie in dieses Verzeichnis.
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