Osteuropa Reisen

Was es im Osten Europas zu entdecken gibt

Der Osten Europas ist für viele Reisende noch unbekannt und geheimnisvoll. Dabei hat diese Region, die sich von der Oder bis an den Ural erstreckt, eine Fülle von interessanten und schönen Reisezielen, die es zu entdecken gilt. Neben einzigartiger Natur und unberührten Landschaftsparadiesen finden sich in Osteuropa eine Vielzahl architektonischer Zeugnisse und Denkmäler einer sehr wechselvollen Vergangenheit mit vielen aufsteigenden und wieder verdrängten Kulturen.

Viele Regionen Osteuropas tragen heute Namen, die Ihnen in früheren Staatsgebilden verliehen wurden und werden heute durch neue Grenzen durchzogen, teilen damit Nationen, die einst zusammengehörten oder zusammenlebten. So finden sich in Galizien, Wolhynien, Bessarabien, der Bukowina Spuren und Zeugnisse einer multinationalen Besiedlung. Genau das macht Reisen nach Osteuropa so reizvoll. Der Reisende entdeckt kulturelles Erbe verschiedener Völker auf kleinem Raum und erhält ein Kaleidoskop verschiedener Eindrücke.

Wo "Osteuropa" beginnt und wo es endet, weiß eigentlich keiner so genau. Je nach geografischem, historischem, politischem oder kulturellem Kontext, gibt es unterschiedliche Definitionen. Immer dabei sind Russland, Belarus und die Ukraine. Manchmal werden auch die Länder des Balkans und des Kaukasus dazugezählt, manchmal beginnt Osteuropa schon jenseits der deutsch-polnischen Grenze.

Östlich von Deutschland bieten Polen, Tschechien und die Slowakei dem Reisenden ein vielfältiges Angebot von Urlaubserlebnissen. Die drei Länder haben sich nach dem Fall des eisernen Vorhangs zu beliebten Reisezielen in Osteuropa entwickelt. Dabei sind neben den großen Städten Prag, Warschau, Krakow, Bratislava, Brno, Gdansk und anderen vor allem die Naturreiseziele sehr beliebt, darunter der Böhmerwald, die Ostseeküste, Masuren und Bialowiecza, die hohe Tatra, die Beskiden und die Waldkarpaten, die sich von Polen her im Bogen durch die Ukraine und Rumänien bis zum Schwarzen Meer winden.

Noch heute stellt die Ostgrenze Polens und der Slowakei eine Zivilisationsgrenze dar. Während im nördlich gelegenen Baltikum ein Trend zu immer westlicherem Komfort und Lebenstempo zu beobachten ist, ist diese Entwicklung in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion deutlich verlangsamt. Das macht Reiseziele wie die Ukraine, Weißrussland, Moldawien und Russland aber umso reizvoller für Touristen.

Hier nimmt das Reisetempo deutlich ab, der Tag verläuft gemächlicher, der Reisekomfort wird einfacher. Touristen können sich entschleunigen, entspannen. Da diese Regionen abseits der touristischen Hotspots deutlich weniger von Westeuropäern frequentiert werden, sind die Bewohner des ländlichen Osteuropas Fremden gegenüber sehr hilfsbereit, offen und neugierig. Ukrainer, Weißrussen und Moldawier gelten als sehr gastfreundliche Menschen, aber auch die Angehörigen der vielen Nationalitäten in Russland sind freundlich und offenherzig.

Eine wirkliche Besonderheit im Osten Europas und insbesondere den GUS- Staaten, die aus der Sowjetunion hervorgingen, ist die friedliche Multireligiosität in vielen Ländern. So finden sich neben vergleichsweise wenigen Katholiken und Protestanten eine sehr große christlich- orthodoxe Glaubengemeinschaft, die sich in mehrere Strömungen teilt, und lokale Gruppen muslimischer Gläubiger verschiedener Teilkonfessionen. All diese Religionsgruppen leben in Belarus, der Ukraine und Moldawien tolerant miteinander und erzeugen imposante kulturelle Mischungen, die für Touristen und Urlauber hochinteressant und spannend zu entdecken sind.

Wer Urlaub in Weißrussland machen möchte, findet in der Stille des Landes Entspannung und Erholung. Abseits der großen Städte Minsk, Brest und Witebsk lockt vor allem die dünn besiedelte Provinz mit unzähligen Flüssen und Seen, Mooren und Kiefernwäldern. Auf den dünn befahrenen Nebenstraßen können Aktivreisende mit dem Fahrrad die Landschaften und Sehenswürdigkeiten Weißrusslands entdecken.

Die Ukraine liegt uns als Perle Osteuropas natürlich besonders am Herzen. Das zweitgrößte Land unseres Kontinents hat so viele unentdeckte Schätze für Kulturtouristen und Naturreisende zu bieten, dass eine Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde. Historisch ist die heutige Ukraine Produkt eines multinationalen und multikulturellen Schmelztiegels mit einer einzigartigen kulturellen Vielfalt. Natürlich ist das osteuropäische Land mit seinen kaum besiedelten Provinzen - den Karpaten, dem Donaudelta, dem staubigen Taurien und dem breiten Vater Dnjepr ein Magnet für Naturliebhaber. Alles spricht also für eine aufregende Ukraine Reise. Und ganz groß im Kommen ist derzeit ein entspannter Bade Urlaub am Schwarzen Meer.

Das kleine Moldawien, Nachbar der Ukraine, bietet auf kleiner Fläche beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie das Höhlenkloster Orhei Vecchi und die Villen des Zigeunerbarons, die sich malerisch in sanfte Landschaft einbetten. In dieser Landschaft finden sich kleine Familienpensionen für einen erholsamen Urlaub in Moldawien. Markant für das Land ist der moldawische Wein und das friedliche Zusammenleben von Moldawiern, Bulgaren, Gagausen, Ukrainern und Griechen.

In Russland lassen sich die Dimensionen kaum ermessen. Es genügt dem Land nicht, im Osten Europas zu liegen, nein, es beansprucht mindestens zwei Kontinente für sich. Das größte Land der Welt erstreckt sich über elf Zeitzonen, beherbergt endlose unbesiedelte Regionen mit einzigartiger wilder Tier- und Pflanzenwelt. Dazwischen wuchern Städte und Metropolen mit beindruckenden, vielfältigen kulturellen Sehenswürdigkeiten. In Moskau und Sankt Petersburg ist die Fülle an touristischen Eindrücken so groß, dass man Wochen bräuchte, um diese Kulturmetropolen zu "kennen". Zwischen den beiden Städten hat sich mittlerweile ein reger Tourismus mit Schiffskreuzfahrten entwickelt. Östlich und südlich der beiden russischen Hauptstädte ist das Land noch sowjetisch geprägt, finden sich zahlreiche Denkmäler aus dieser Zeit, wirkt das Land wie eingefroren. Einzig entlang der Transsibirischen Eisenbahntrasse pulsiert das Leben, locken interessante Städte wie Kasan oder Nizhnij Nowgorod interessierte Reisende in den Osten Europa. Die Transsib verläßt im Ural Osteuropa und beschreitet asiatischen Boden. Wer das Land in all seiner Vielfalt kennenlernen möchte, sollte deshalb für die Russland Reise unbedingt eine Fahrt mit der Transsib einplanen.

Für Architekturfans sind die osteuropäischen Länder ein Geheimtipp. Neben den prächtigen Barockpalästen der Zaren und Fürsten und den vorrevolutionären Jugendstilbauten entstand auf den Trümmern der Oktoberrevolution eine ganz eigenständige kubistisch- minimalistische Architektur, die dem uns bekannten Bauhausstil vorherging und später von den Protzbauten der Neoklassik, dem stalinschen Zuckerbäckerstil, abgelöst wurde. Beide Stile finden sich originär in den osteuropäischen Metropolen Kiew, Charkiw, Dnipro, Moskau und Sankt Petersburg in zusammenhängenden Ensembles. Daneben finden sich in diesen Städten für Kulturtouristen weltbekannte Institutionen der Kunst - das Bolschoitheater, die Tretjakowgalerien, die Eremitage, die Odessaer Oper und die Kiewer Staatsoper, für die wir unseren Reisenden auf einer Osteuropa Städtereise gern die heiß begehrten Eintrittskarten reservieren.

Für Urlaub mit der Familie und Erholung in Osteuropa ist die Schwarzmeerküste bei Odessa absolut empfehlenswert, die ausgedehnten Strände und guten Pensionen und Hotels, gepaart mit mediterranem Klima sind eine preisgünstige Alternative zum Pauschalurlaub am Mittelmeer. Aber auch in der Provinz, an den Flüssen und Seen lässt sich ein gemächlicher Osteuropaurlaub verbringen.

Aus all unseren Reiseangeboten lassen sich natürlich auch länderübergreifende Osteuropa Rundreisen zusammenstellen, auf denen Sie die Schönheit von Europas Osten entdecken und die herzliche Gastfreundschaft seiner Bewohner genießen können.

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